Thomas Pynchon: Gegen den Tag

Thomas Pynchon - Gegen den Tag

Eine Weile ists schon her, doch beim Lesen von “Die Enden der Parabel” von Thomas Pynchon war ich euphorisch und begeistert von Erzählstil, Eigenart und Geschwindigkeit und Rhythmus dieses Buches. Und bald ist es soweit: sein neuestes Werk, “Gegen den Tag“, erscheint im Mai 2008.

Über 1700 Seiten wird der Roman umfassen. Rund 500 Seiten mehr also als “Die Enden der Parabel”. Eine Herausforderung von diesem mysteriösen (wirklich?) Autor, den niemand fotographieren oder filmen darf. Kennen Sie die Simpsons? Und wenn ja, kennen Sie diesen Typen mit der Papiertüte über dem Kopf, auf der ein Fragezeichen abgebildet ist? Das ist Pynchon. :)

Hier der Klappentext, von Pynchon selbst verfasst:

Gegen den Tag umspannt den Zeitraum zwischen der Weltausstellung in Chicago 1893 und den Jahren kurz nach dem Ersten Weltkrieg und führt von den Arbeiterunruhen in Colorado über das New York der Jahrhundertwende, London und Göttingen, Venedig und Wien, den Balkan, Zentralasien, Sibirien zur Zeit des Tunguska-Ereignisses und Mexiko während der Revolution ins Paris der Nachkriegszeit, Hollywood während der Stummfilmära und an ein, zwei Orte, die
auf keiner Landkarte zu finden sind. Während sich die weltweite Katastrophe schon am Horizont abzeichnet, beherrschen hemmungslose kapitalistische Gier, falsche Religiosität, tiefe Geistlosigkeit und böse Absichten an hohen Stellen das Bild. Derweil treibt Thomas Pynchon sein Spiel. Figuren unterbrechen ihr Tun, um größtenteils alberne Liedchen zu singen. Seltsame und abseitige Sexualpraktiken werden ausgeübt, obskure Sprachen gesprochen, und das nicht immer idiomatisch richtig. Kontrafaktische Ereignisse finden statt. Vielleicht ist dies nicht die Welt, aber mit ein, zwei kleinen Änderungen könnte sie es sein.” T. P.

Ich bin gespannt und werde hier, falls ich jemals damit fertig werde (wenn es denn dann raus ist), von dieser Lektüre berichten.

Im Literaturwelt-Blog gibt es ein Gewinnspiel und eine etwas erweiterte Fassung des Klappentextes zu entdecken.

Unten bei den Links verweise ich auf die Seiten von Otto Sell, die mir schon bei der Lektüre von “Die Enden der Parabel” sehr geholfen haben. Dort finden sich auch bereits Pressetexte zu “Gegen den Tag”.

Relevante Links:

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6 Kommentare:
molosovsky schrieb am 20.02.2008 um 11:44 Uhr:

Danke für den Hinweis auf mein Preisausschreiben! — Schönes Blog hier. Angenehm holistisch.

Mark Stoneman schrieb am 19.03.2008 um 12:13 Uhr:

1700 Seiten?! Ist nur 1085 in der US-Ausgabe. Bin auch gerade dabei, es zu lesen. Bei Seite 235 oder so bin ich noch verwirrt, aber doch unterhalten.

Marcus schrieb am 19.03.2008 um 12:32 Uhr:

“Die Enden der Parabel” unterschied sich in der Seitenzahl in der deutschen und englischen Ausgabe auch sehr. Zum einen ist es wohl auf den Umstand zurückzuführen, dass in US-Durckereien eine engere Schrift gewählt wird und zum anderen liegts vielleicht auch daran, dass deutsche Sätze oftmals länger sind die des englischen Originals.

Wünsche noch viel Vergnügen bei der weiteren Lektüre. Ich werde noch brav warten, bis die deutsche Ausgabe erscheint, weil mein Englisch dann doch nicht dazu ausreichen würde, es im Original zu lesen.
Werde aber dein Blog im Auge behalten und sehen, ob Du einen abschließenden Kommentar postest, wenn Du das Buch ausgelesen hast. :)

Trackback: HolonBlog 22.03.2008 um 15:14 Uhr:

Noch einmal Pynchon…

Vorhin habe ich beim Surfen, das mich eigentlich vom Lernen abhält (man kennt ja die Mechanismen, die Maschinerie im Gehirn, die Relevantes verdrängt und zum Nonsens treibt), ein Pdf zum Thema Thomas Pynchon entdeckt. Es ist wohl das Konzept zu einer…

Nina schrieb am 07.04.2008 um 15:16 Uhr:

Interessante und tolle Seite! Endlich noch ein paar Pynchonisten ;-)!

[...] mit einem Kommentar zu nachfolgendem YouTube-Video, in dem Pynchon aus dem Vorgängerziegel „Gegen den Tag“ liest, und in dem auch angemerkt wird, Pynchon’s Original-Stimme höre sich an wie der Dude. [...]

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