Wozu Philosophie?
Im Philobar-Blog berichtet JGE vom neuen Buch “Philosophie, wozu?” von Hans Jörg Sandkühler.
Der Artikel stellt das Buch kurz vor und kritisiert den ersten Beitrag, geschrieben von Günter Abel, und stellt zugleich heraus, Philosophie sei vielleicht für den Einzelnen eine Leidenschaft, für die Gesellschaft aber Luxus.
Dem möchte ich nicht unbedingt widersprechen, jedoch sehe ich die Gefahr einer Generalabsolution für Gesellschaften, die wegen fehlendem Reichtum oder fehlender Organisation ethische Überlegungen als Luxus abtun.
Andererseits ist die Frage “Wozu Philosophie?” doch sehr interessant, auch wenn ich sie mir selbst – ebenfalls wie der Autor des Originalartikels – wegen meiner Leidenschaft für scheinbar Sinnloses noch nicht selbst gestellt habe. Gerade dann, wenn man sich gern mit dem Gebiet der Erkenntnistheorie auseinandersetzt, werden jedoch immer wieder Fragen nach dem Sinn solcher Überlegungen laut. Eine Frage, die wohl jeder nur für sich selbst beantworten muss. Eine Rechtfertigung dafür ist meiner Meinung nach auch nicht notwendig. Sinnloser als das Sammeln von Gartenzwergen oder Herumschrauben an Autos wird die Beschäftigung mit Erkenntnistheorie oder anderen philosophischen Richtungen wohl auch nicht sein. :)
Vielleicht habe ich auch eine etwas literarische Sicht auf die Philosophie, die meinetwegen keinen anderen Sinn als den Selbstzweck zu haben braucht.

