Zwei Erinnerungen
In den letzten Tagen habe ich einen älteren Film angesehen und ein noch älteres Buch mal wieder in die Hand genommen. Da beides wirklich großartig ist, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen und daran erinnern, so dass sich vielleicht auch der geneigte Leser mal wieder – wenn vielleicht schon nicht auf diese – ältere Bücher und Filme (usw.) zurückbesinnt.
In meinem Falle waren das:
Film: Blade Runner (Director’s Cut). Für mich grandios. Immer wieder. Und ich liebe vor allem die Atmosphäre und den philosophische Hintergrund. Mittwoch nachts habe ich ihn mal wieder gesehen – sehr gemütlich und irgendwie mit nostalgischen Gefühlen begleitet.
Buch: Ulysses von James Joyce. Noch grandioser. Herrlich. Ich liebe dieses Buch einfach, zumal man es auch durchaus einfach irgendwo aufschlagen und etwas darin herumlesen kann. Neben Das Foucaultsche Pendel von Umberto Eco und Die Enden der Parabel von Thomas Pynchon hat mich kein anderer Roman mehr begeistert als Ulysses. Leider genießt dieses Buch keinen allzu guten Ruf. Es gilt als unverständlich und viele finden es langweilig. Wer das Buch liest, sollte sich voll und ganz darauf einlassen. Und sich auch darauf einlassen, mal etwas nicht oder nicht auf anhieb zu verstehen. Gleiches gilt auch für Die Enden der Parabel. Selbst wenn man wenig oder sogar nichts versteht – grandiose Literatur hat man auf jeden Fall vor sich. Deshalb: dringend lesen oder wiederlesen. :)

Blade Runner ist tatsächlich göttlich… und Das Foucaultsche Pendel der beste Roman aller Zeiten :)
Wenn dir Das Foucaultsche Pendel gefallen hat, dann sind die Bücher von Pynchon für dich Pflichtlektüre! :)
oh Mann, Blade Runner ist ja echt schon eine Weile her, dass ich diesen Film zum letzten mal gesehen habe, wird mal wieder Zeit sich den erneut anzusehen.
Und das Foucaultsche Pendel ist das beste Buch, das Eco jemals geschrieben hat, wobei seine Bücher: “Die Geschichte der Schönheit” und “Die Geschichte der Hässlichkeit” (beide Hanser) für ästethtisch interessierte Menschen unbedingt Pflicht sind.
Pynchon hatte ich immer mal auf dem Plan, es aber bisher nicht geschafft
und um James Joyce habe ich bisher immer einen großen Bogen gemacht.
Die Aura des Großartigen hat mich bisher wohl bisherimmer davon abgehalten ;)
In “Die Geschichte der Schönheit” hab ich schon reingelesen und zusammen mit “Die Geschichte der Hässlichkeit” steht es auf jeden Fall auf meiner Liste der Bücher, die ich unbedingt noch lesen will…
Wie ich schon geschrieben habe und gern noch öfters schreibe: Pynchon und auch Joyce kann ich jedem, der an (modernerer) Literatur interessiert ist, nur wärmstens empfehlen. Es ist in jedem Falle ein Erlebnis – ob es einem gefällt oder nicht; ob man es versteht, es zumindest versucht, oder auch nichts kapiert. :)
Wo ich schon mal beim Kommentareschreiben bin…
Das Foucaultsche Pendel ist ganz nett, ja — aber es hat Längen (oder hat irgendjemand die paarhundert Seiten Brasilien gern gelesen), und mir gefällt Der Name der Rose besser. Beide sind aber Klassen besser als Die Insel des vorletzten Tages und der Schelmenroman, dessen Titel mir entfallen ist.
Habe gerade Against the day halb durchgelesen und bin der Meinung, dass es sich nicht lohnt. Hatte erheblich mehr Spaß mit Neal Stephensons Cryptonomicon und dessen Barock-Trilogie (die natürlich etwas weniger “hoch” angelegt sind). Würde aber hier auch noch Jan Kjaerstad in die Runde werfen wollen, insbesondere die Wergeland-Trilogie (Der Verführer, Der Der Eroberer, Der Entdecker: in dieser Reihenfolge).