Manuskriptfund

Gestern las ich die Erzählung “Manuskriptfund in einer Jackentasche” von Julio Cortázar, dessen Roman Rayuela mich schon sehr begeistert hat. Die Erzählung erschien (unter anderem) in Oktaeder.

Der Protagonist der Erzählung hat ein obsessives Spiel erfunden: im verschlungenen Netz der Pariser Metro verfolgt er Frauen, die er im Spiegel der Fensterscheibe anlächelt und dann verfolgen und auch ansprechen darf, wenn sie an bestimmten Stationen in bestimmte Linien umsteigen. Doch eines Tages bricht er seine Regeln…

Die Erzählung hat mich sehr begeistert und berührt und ich lege sie dem geneigten Leser dringlich ans Herz! Das Büchlein, das noch andere wunderbare Erzählungen enthält, ist günstig in Antiquariaten und auch für ein paar Cent bei Amazon zu erstehen.

Heute habe ich noch eine Internetseite namens “Passagen” gefunden. Ein Kunstprojekt, das die Erzählung von Cortázar als Grundlage hat und in Bild und Ton setzt. Sehr schön gemacht und auch einen Besuch wert, wenn man “Manuskriptfund in einer Jackentasche” nicht kennt.

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Ein Kommentar:
oliver schrieb am 04.05.2009 um 13:15 Uhr:

hab mal nem kumpel “das besetzte haus” mit der post in den knast geschickt. er fands leider scheiße. ich nich.

da is ne dezent surrealistische erzählung drin. sie handelt von einem haus, das stück für stück – also raum für raum – besetzt wird. ohne das die eigentlichen bewohner jemals mitbekommen, wer die zimmer ihrer behausung einnimmt.

schön beklemmend fand ichs.

wie dem auch sei … danke fürs ins gedächtnis rufen!

o.

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