HDR: Rost
Noch ein weiterer Artikel zum Thema HDR-Fotografie. Der geneigte Leser erkennt mein derzeitiges Interesse an diesem Thema. Heute geht es mal wieder um einen Vergleich zwischen dem normal belichteten Bild, der Belichtungsreihe und dem dann daraus resultierenden bearbeiteten Bild.
Zunächst ist noch zu erwähnen, dass es sich hier nicht um eine von der Kamera erzeugte Belichtungsreihe handelt, da ich momentan nur eine kleine Digitalkompaktkamera und noch keine digitale Spiegelreflex besitze. Ich mache die Fotos also nacheinander und benutze die EV-Einstellung (-2, 0 und +2 EV) der Kamera. Natürlich bin ich mir bewusst, dass sich auf diese Weise allerlei Unsauberkeiten und Fehler einschleichen und dass dies nicht die beste Methode ist, um gute Ergebnisse zu erzielen. Für die ersten Experimente reicht es gerade noch so, aber eine neue Kamera ist schon in Aussicht.
In diesem Vergleich geht es nicht so sehr um das Motiv. Der Ausschnitt ist nicht gut gewählt, da ich zum Aufnahmezeitpunkt nur ein kleines Ministativ hatte. Allerdings bietet das Motiv ausreichend Details, um zu erkennen, wie sich die HDR-Technik auswirkt.
Hier also zunächst die aufgenommene Belichtungsreihe:

Für eine bessere Vergleichsmöglichkeit folgen nun nacheinander zuerst das normal belichtete Foto und dann das mittels Tone Mapping aus einem HDR-Foto entstandene Bild.

Bei diesem direkten Vergleich lässt sich gut erkennen, dass das aus einem HDR-Foto erzeugte Bild über einen weitaus größeren Detailreichtum verfügt. Zudem sind die Partien in den schattigen Bereichen besser zu erkennen. Mit etwas anderen Einstellungen beim Tone Mapping könnte man auch noch dafür sorgen, dass die Mauer oben links neben den Schienen nicht so ausgefressen ist. Doch für diesen kleinen Vergleich soll das vorliegende Bild reichen. Die Zeichnungen des Rosts kommen auf dem unteren Foto deutlich besser heraus und das Bild wirkt insgesamt plastischer, ohne dabei jedoch allzu sehr in den Hyperrealismus überzugehen.
Reicht eine kompakte Digitalkamera also für die HDR-Fotografie aus?
Die für diesen Test benutzte Kamera ist eine Panasonic Lumix FX10. Für jedes einzelne Foto ist es nötig, die Belichtungskorrektur umzustellen. So kann es natürlich leicht passieren, dass die Kamera sich geringfügig bewegt oder die Lichtsituation sich ändert. Schließlich ist es noch nicht einmal garantiert, dass bei dieser Methode auch die Blendeneinstellung gleich bleibt.
Für die ersten Gehversuche auf dem Gebiet des HDRI ist es eine Kompaktkamera zwar durchaus ausreichend, jedoch kommt schon nach kurzer Zeit relativ großer Frust auf. Und Neid. Auf alle, die eine digitale Spiegelreflexkamera besitzen. Und letztendlich – so habe ich gelesen – war schon bei Vielen die Faszination HDRI schließlich der (letzte) Auslöser für die Anschaffung einer passenden Kamera.
Zum Abschluss hier die Belichtungsreihe in groß:

Unterbelichtet (-2 EV).

Normal belichtet (0 EV).

Überbelichtet (+2 EV).
Fazit
Für kleinere Experimente und Spielereien reicht eine kleine Kompaktkamera aus. Sie genügt auch, um mehr Details und einen besseren Kontrastumfang zu erreichen. Für die großen Schüsse sollte man sich jedoch überlegen, doch ein wenig Geld in eine bessere Ausrüstung zu investieren.




