Hörtipp: Philip Glass

Für alle, die ihn noch nicht kennen empfehle ich heute den Komponisten Philip Glass. Er macht etwas, das Neue Musik oder auch Minimal Music (nicht zu verwechseln mit Minimal-Techno) genannt wird und bis auf ein paar recht zugänglichen Stücken doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Glass hat allerdings auch Filmmusik gemacht, die als Start in die Glass-Welt vielleicht noch am besten geeignet ist. Er hat unter anderem die Soundtracks zu Kundun, The Hours oder auch Candyman gemacht.
In diesem Moment höre ich das göttliche Songs from Liquid Days und bin hin und weg. Gerade mit diesen Stücken hatte ich am Anfang so meine Probleme, da der Gesang etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber mittlerweile kriege ich bei fast allen Stücken Gänsehaut. Es ist einfach unbeschreiblich grandios. Etwas ruhiger sind dagegen seine Soloklavierstücke auf dem Album Solo Piano
. Einen guten Einblick in den Facettenreichtum seiner Musik bekommt man auch mit Glassworks
. Ist man soweit gekommen und der Musik noch immer zugetan, sollte man sich auch mal an die Opern und Symphonien von Glass wagen. Als Oper empfehle ich Einstein on the Beach
.
Und jetzt überlege ich noch einmal, was der beste Einstieg wäre. Ja, vielleicht wirklich einer der Soundtracks. Für den Anfang ist Solo Piano eventuell schon etwas zu minimalistisch. Aber wie auch immer: wenn ihr Glass eine Chance gebt, dann könnt ihr mir gern davon berichten. Ich bin gespannt.
