<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Wozu Philosophie? (Raum &amp; Zeit)</title>
	<atom:link href="http://holonblog.geheimorden.de/2009/12/15/wozu-philosophie-raum-zeit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://holonblog.geheimorden.de/2009/12/15/wozu-philosophie-raum-zeit/</link>
	<description>Blog mit den Themen Philosophie, Literatur, Fotografie, Kunst und mehr</description>
	<lastBuildDate>Fri, 02 Jul 2010 07:00:09 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Marcus Kober</title>
		<link>http://holonblog.geheimorden.de/2009/12/15/wozu-philosophie-raum-zeit/comment-page-1/#comment-602</link>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 11:40:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://holonblog.geheimorden.de/?p=941#comment-602</guid>
		<description>In der Politikphilosophie kenne ich mich wiederum nicht so gut aus. Allerdings gebe ich dir nat&#252;rlich recht, das hier ein sehr wichtiger Bereich f&#252;r die Philosophie liegt.

Und ja, bei der Erforschung des Bewusstseins und der K&#252;nstlichen Intelligenz spielt die Philosophie auch eine gro&#223;e Rolle. Zur Zeit belege ich ein Seminar, das der Erforschung des Ich gewidmet ist und auch Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften mit einflie&#223;en l&#228;sst. Es ist spannend zu sehen, wie auf diesem Gebiet - wie Du auch schon sagst - Philosophen und Naturwissenschaftler eng zusammenarbeiten und gemeinsam Fachartikel und B&#252;cher schreiben.

Du betonst noch einen wichtigen Aspekt, den ich in meinem Artikel ganz ausser acht gelassen habe: den Wandel des Verbs &#8222;philosophieren&#8220;. Mittlerweile ist damit ja fast nur noch &#8222;schwafeln&#8220; gleichzusetzen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In der Politikphilosophie kenne ich mich wiederum nicht so gut aus. Allerdings gebe ich dir nat&#252;rlich recht, das hier ein sehr wichtiger Bereich f&#252;r die Philosophie liegt.</p>
<p>Und ja, bei der Erforschung des Bewusstseins und der K&#252;nstlichen Intelligenz spielt die Philosophie auch eine gro&#223;e Rolle. Zur Zeit belege ich ein Seminar, das der Erforschung des Ich gewidmet ist und auch Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften mit einflie&#223;en l&#228;sst. Es ist spannend zu sehen, wie auf diesem Gebiet &#8211; wie Du auch schon sagst &#8211; Philosophen und Naturwissenschaftler eng zusammenarbeiten und gemeinsam Fachartikel und B&#252;cher schreiben.</p>
<p>Du betonst noch einen wichtigen Aspekt, den ich in meinem Artikel ganz ausser acht gelassen habe: den Wandel des Verbs &bdquo;philosophieren&ldquo;. Mittlerweile ist damit ja fast nur noch &bdquo;schwafeln&ldquo; gleichzusetzen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tim</title>
		<link>http://holonblog.geheimorden.de/2009/12/15/wozu-philosophie-raum-zeit/comment-page-1/#comment-601</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 19:43:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://holonblog.geheimorden.de/?p=941#comment-601</guid>
		<description>Ein interessanter Ansatz, das Problem kommt mit bekannt vor. Wenn ich jemandem erz&#228;hle, dass ich Philosophie studiere, kenne ich nur zwei Reaktionen. Entweder wird es als nutzloses Laberfach abgetan (&quot;und, schon Taxischein gemacht?&quot;), oder aber die Leute haben die wildesten Vorstellungen (&quot;Was ist denn der Sinn des Lebens?&quot;). &#220;berspitzt, aber trifft den Kern. 

Nun muss ich zugeben, dass ich weder von Physik, noch von Raum/Zeit viel verstehe, aber ein ganz anderer Bereich kommt mir in den Sinn wo Philosophie auch heute noch (grade heute) unheimlich wichtig ist: Politik. Auch wenn &quot;niemand&quot; weiss, was im Bereich der politischen Theorie behandelt wird, so ist es doch erstaunlich, wieviel davon in den Gesellschaft dringt, ohne dass es uns bewusst ist, wenn auch mit einiger Verz&#246;gerung. Zum Beispiel ist es interessant zu sehen wie sich unser Verst&#228;ndnis von &quot;Gerechtigkeit&quot; oder &quot;Staat&quot; &#252;ber die Jahre gewandelt hat, das passiert ja nicht &quot;einfach so&quot;. Politikwissenschaftler und Soziologen versuchen die Gesellschaft wie sie ist zu verstehen, aber zu &#252;berlegen wie diese Ergebnisse interpretiert werden und was f&#252;r Auswirkungen das auf die Zukunft hat, das ist die Rolle der Philosophen. Und es ist eine ganz paradoxe Rolle, denn das eigentliche Themengebiet scheint immer recht weltfremd, aber mit einiger Zeitverz&#246;gerung (10-30 Jahre) findet man die Ideen aus der Philosophie dann doch in allen m&#246;glichen und unm&#246;glichen Bereichen wieder. 

Ein anderer wichtiger Aspekt ist der Bereich Bewusstseinsforschung, K&#252;nstliche Intelligenz und wie schon genannt, Bioethik. Da passiert zur Zeit wahnsinnig viel, auch in enger Zusammenarbeit von Philosophen und Naturwissenschaftlern. 


So ganz allgemein denke ich, man kann sagen die Aufgabe der Philosophie ist nicht Probleme zu l&#246;sen, sondern Probleme aufzuzeigen und zu definieren. 

Das ist nat&#252;rlich schwer in einem ideologischen Klima wo alles quantifizierbar und evaluierbar sein soll, aber dennoch nicht weniger wichtig. Ich finde, Philosophie ist ein bisschen mit h&#246;herer Mathematik vergleichbar. Auf den ersten Blick unheimlich weltfremd, aber dennoch liefert sie Ergebnisse, ohne die alle anderen nicht weiter k&#228;men. 

Der Ruf des Laberfaches kommt wohl eher daher, dass zum einen W&#246;rter wie &quot;philosophieren&quot; und &quot;Philosophie&quot; im allgemeinen Sprachgebrauch st&#228;ndig missbraucht werden. Ausserdem ist ein Teil des philosophischen Fachvokabulars sehr nah an der &quot;normalen&quot; Sprache dran, wird aber anders benutzt. Das erweckt beim Erstkontakt schnell den Eindruck als w&#228;re so mancher philosophischer Text nichts als wirres Gebrabbel, wohingegen z.B. bei einem Fachtext aus einer beliebigen Naturwissenschaft f&#252;r den Laien sehr schnell klar wird, dass ihm schlicht das n&#246;tige Hintergrundwissen fehlt um den Text zu verstehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein interessanter Ansatz, das Problem kommt mit bekannt vor. Wenn ich jemandem erz&#228;hle, dass ich Philosophie studiere, kenne ich nur zwei Reaktionen. Entweder wird es als nutzloses Laberfach abgetan (&#8220;und, schon Taxischein gemacht?&#8221;), oder aber die Leute haben die wildesten Vorstellungen (&#8220;Was ist denn der Sinn des Lebens?&#8221;). &#220;berspitzt, aber trifft den Kern. </p>
<p>Nun muss ich zugeben, dass ich weder von Physik, noch von Raum/Zeit viel verstehe, aber ein ganz anderer Bereich kommt mir in den Sinn wo Philosophie auch heute noch (grade heute) unheimlich wichtig ist: Politik. Auch wenn &#8220;niemand&#8221; weiss, was im Bereich der politischen Theorie behandelt wird, so ist es doch erstaunlich, wieviel davon in den Gesellschaft dringt, ohne dass es uns bewusst ist, wenn auch mit einiger Verz&#246;gerung. Zum Beispiel ist es interessant zu sehen wie sich unser Verst&#228;ndnis von &#8220;Gerechtigkeit&#8221; oder &#8220;Staat&#8221; &#252;ber die Jahre gewandelt hat, das passiert ja nicht &#8220;einfach so&#8221;. Politikwissenschaftler und Soziologen versuchen die Gesellschaft wie sie ist zu verstehen, aber zu &#252;berlegen wie diese Ergebnisse interpretiert werden und was f&#252;r Auswirkungen das auf die Zukunft hat, das ist die Rolle der Philosophen. Und es ist eine ganz paradoxe Rolle, denn das eigentliche Themengebiet scheint immer recht weltfremd, aber mit einiger Zeitverz&#246;gerung (10-30 Jahre) findet man die Ideen aus der Philosophie dann doch in allen m&#246;glichen und unm&#246;glichen Bereichen wieder. </p>
<p>Ein anderer wichtiger Aspekt ist der Bereich Bewusstseinsforschung, K&#252;nstliche Intelligenz und wie schon genannt, Bioethik. Da passiert zur Zeit wahnsinnig viel, auch in enger Zusammenarbeit von Philosophen und Naturwissenschaftlern. </p>
<p>So ganz allgemein denke ich, man kann sagen die Aufgabe der Philosophie ist nicht Probleme zu l&#246;sen, sondern Probleme aufzuzeigen und zu definieren. </p>
<p>Das ist nat&#252;rlich schwer in einem ideologischen Klima wo alles quantifizierbar und evaluierbar sein soll, aber dennoch nicht weniger wichtig. Ich finde, Philosophie ist ein bisschen mit h&#246;herer Mathematik vergleichbar. Auf den ersten Blick unheimlich weltfremd, aber dennoch liefert sie Ergebnisse, ohne die alle anderen nicht weiter k&#228;men. </p>
<p>Der Ruf des Laberfaches kommt wohl eher daher, dass zum einen W&#246;rter wie &#8220;philosophieren&#8221; und &#8220;Philosophie&#8221; im allgemeinen Sprachgebrauch st&#228;ndig missbraucht werden. Ausserdem ist ein Teil des philosophischen Fachvokabulars sehr nah an der &#8220;normalen&#8221; Sprache dran, wird aber anders benutzt. Das erweckt beim Erstkontakt schnell den Eindruck als w&#228;re so mancher philosophischer Text nichts als wirres Gebrabbel, wohingegen z.B. bei einem Fachtext aus einer beliebigen Naturwissenschaft f&#252;r den Laien sehr schnell klar wird, dass ihm schlicht das n&#246;tige Hintergrundwissen fehlt um den Text zu verstehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using disk (feed is rejected)
Page Caching using disk (enhanced) (user agent is rejected)
Database Caching 2/10 queries in 0.085 seconds using disk

Served from: holonblog.geheimorden.de @ 2010-09-08 00:44:40 -->