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	<title>HolonBlog &#187; Philosophie</title>
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	<description>Blog mit den Themen Philosophie, Literatur, Fotografie, Kunst und mehr</description>
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		<title>Bachelor ungeeignet f&#252;r Philosophie</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 15:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>

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Nachdem ich mittlerweile das 3. Semester meines Studiums (Germanistik und Philosophie &#8211; 2-Fach-Bachelor) hinter mich gebracht habe, ist es Zeit f&#252;r eine kleine Einsch&#228;tzung. Nat&#252;rlich k&#246;nnte ich mich jetzt ganz allgemein dar&#252;ber ergehen, wie sehr ein Bachelor-Studiengang der urspr&#252;nglichen Idee des Studierens widerspricht. Doch das wurde an vielen anderen Stellen schon zur Gen&#252;ge getan. Nein, [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1707" title="Bachelor-Studiengang Philosophie in K&#246;ln" src="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2010/02/philosophie-uni.jpg" alt="Bachelor-Studiengang Philosophie in K&#246;ln" width="660" height="439" /></p>
<p>Nachdem ich mittlerweile das 3. Semester meines Studiums (Germanistik und Philosophie &#8211; 2-Fach-Bachelor) hinter mich gebracht habe, ist es Zeit f&#252;r eine kleine Einsch&#228;tzung. Nat&#252;rlich k&#246;nnte ich mich jetzt ganz allgemein dar&#252;ber ergehen, wie sehr ein Bachelor-Studiengang der urspr&#252;nglichen Idee des Studierens widerspricht. Doch das wurde an vielen anderen Stellen schon zur Gen&#252;ge getan. Nein, ich m&#246;chte hier eine kurze Einsch&#228;tzung dazu geben, inwiefern es problematisch ist, Philosophie auf Bachelor zu studieren.</p>
<p>Es sind zwei grundlegende Probleme, die ein Bachelor-Studiengang mit sich bringt:</p>
<ul>
<li>nicht gen&#252;gend Flexibilit&#228;t bei der Wahl von Seminaren und Vorlesungen</li>
<li>zu wenig Zeit (vor allem, wenn man wegen des <em>BAf&#246;G</em> an die Regelstudienzeit gebunden ist)</li>
</ul>
<h2>Aufbau des Bachelor-Studiengangs (in K&#246;ln)</h2>
<p>Ein Bachelor-Studiengang ist in Module aufgeteilt. In K&#246;ln sind das in der Philosophie vier Basismodule (<em>BM</em>), die man in den ersten vier Semestern absolviert (absolvieren sollte) und zwei Aufbaumodule (<em>AM</em>), die in den Semestern vier bis sechs abzuarbeiten sind. Die Regelstudienzeit betr&#228;gt sechs Semester, also drei Jahre.</p>
<p>Die Module sind wie folgt strukturiert:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<td>Semester</td>
<td>Modul</td>
<td>Gegenstand</td>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr class="odd">
<td>1. &#8211; 4.</td>
<td>BM 1</td>
<td>Grundlagen und Methoden</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>1. &#8211; 4.</td>
<td>BM 2</td>
<td>Praktische Philosophie</td>
</tr>
<tr class="odd">
<td>1. &#8211; 4.</td>
<td>BM 3</td>
<td>Theoretische Philosophie</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>1. &#8211; 4.</td>
<td>BM 4</td>
<td>Mensch, Erkenntnis und Sprache</td>
</tr>
<tr class="odd">
<td>4. &#8211; 6.</td>
<td>AM 1</td>
<td>Kultur und Gesellschaft</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>4. &#8211; 6.</td>
<td>AM 2</td>
<td>Disziplinen der theoretischen Philosophie</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dabei m&#252;ssen alle Module abgearbeitet werden.</p>
<p>Die Module selbst setzen sich dann aus Vorlesungen und Seminaren (Proseminare in den Basismodulen, Hauptseminare in den Aufbaumodulen) zusammen. Hier nehme ich das Basismodul 3 (theoretische Philosophie) als Beispiel:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<td>Veranstaltung</td>
<td>Gegenstand</td>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr class="odd">
<td>Vorlesung (Wintersemester)</td>
<td>Theoretische Philosophie &#8211; Einf&#252;hrung</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>Proseminar (Sommersemester)</td>
<td>Theoretische Philosophie &#8211; Antike</td>
</tr>
<tr class="odd">
<td>Proseminar (Wintersemester)</td>
<td>Theoretische Philosophie &#8211; Mittelalter</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>Proseminar (Sommersemester)</td>
<td>Theoretische Philosophie &#8211; Neuzeit/Gegenwart</td>
</tr>
<tr class="odd">
<td>Tutorium (WS/SS)</td>
<td>Veranstaltungsbegleitende Einf&#252;hrung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wie ist diese Tabelle nun zu lesen? Das Basismodul 3 beinhaltet also eine einf&#252;hrende Vorlesung, drei Proseminare und ein Tutorium, das zu einem Proseminar eigener Wahl gew&#228;hlt werden muss. Diese f&#252;nf Veranstaltungen muss man belegen, um das Modul abschlie&#223;en zu k&#246;nnen. Dabei ist zu beachten, dass man bestimmte Veranstaltungen entweder nur im Sommer- oder nur im Wintersemester belegen kann.</p>
<h2>Mangelnde Flexibilit&#228;t</h2>
<p>Stellen wir uns nun vor, es ist Sommersemester und wir wollen das Proseminar <em>Antike</em> belegen. Also sehen wir ins Vorlesungsverzeichnis und wenn wir Gl&#252;ck haben, finden wir dort drei bis vier Proseminare zu verschiedenen Themen aus der Antike (zum Beispiel theoretische Philosophie bei Platon, Aristoteles, etc.) aus denen wir eines w&#228;hlen k&#246;nnen, das uns am meisten interessiert. Haben wir Pech, gibt es nur ein oder zwei, aus denen wir w&#228;hlen k&#246;nnen.</p>
<p>Doch selbst wenn wir die Wahl aus mehreren Themen haben, ist es meist so, dass uns die Wahl auf ein oder zwei Themen verringert wird, da wir ja auch noch darauf achten m&#252;ssen, ob die Veranstaltung auch in unseren Stundenplan passt.</p>
<p>Hier sehen wir also, dass es &#228;u&#223;erst schwer ist, tats&#228;chlich Themen zu finden, die einem selbst als interessant erscheinen. Die Kombination aus der festen Modulstruktur, den oft geringen Auswahlm&#246;glichkeiten und des dank der kurzen Studienzeit schon vollen Stundenplans schm&#228;lert unsere Flexibilit&#228;t in der Wahl unserer Studienthemen also immens. Eine auch nur graduelle Spezialisierung auf ein Lieblingsgebiet ist somit nicht mehr wirklich m&#246;glich. Das Resultat sind dann beinahe schon identische Studenpl&#228;ne der Studenten, und diese Stundenpl&#228;ne werden den individuellen Vorstellungen und pers&#246;nlichen Pr&#228;ferenzen nicht gerecht.</p>
<p>Gerade in der Philosophie w&#228;re es jedoch von Vorteil, aus einem breiteren und nicht so fest strukturierten Themenbereich w&#228;hlen zu k&#246;nnen. Dies w&#252;rde jedoch eine l&#228;ngere Studienzeit bedeuten und einer weniger festgelegten Struktur bed&#252;rfen. Was aber den gegenw&#228;rtigen (abstrusen) Vorstellungen eines zielgerichteten (zu Tode strukturierten) und z&#252;gigen (gehetzten und ungenauen) Studierens nicht entsprechen w&#252;rde.</p>
<h2>Zu wenig Zeit</h2>
<p>Ein Argument, das ich immer wieder h&#246;re:</p>
<blockquote><p>Es spricht nichts dagegen, weitere Vorlesungen und Seminare zu belegen, die den individuellen Interessen entsprechen und dann eben nicht angerechnet werden. Man besucht diese also freiwillig, um sich weiter zu bilden. F&#252;r das Erreichen der Studienziele kann dies nat&#252;rlich nicht angerechnet werden.</p></blockquote>
<p>Und ja, nat&#252;rlich kann man weitere Veranstaltungen freiwillig besuchen. Und ich w&#252;rde das auch sehr gerne. Was dazu jedoch fehlt, ist ganz einfach die Zeit.</p>
<p>In den ersten vier Semestern m&#252;ssen allein in der Philosophie vier Basismodule abgearbeitet werden. Es kommt dann noch das zweite Fach hinzu &#8211; bei mir ist das Germanistik. Dort haben wir noch einmal vier Basismodule, die in dieser Zeit abgearbeitet werden m&#252;ssen. Dazu kommen noch ein paar Veranstaltungen f&#252;r das <em>Studium Integrale</em> (hier k&#246;nnen &#8211; zur Gew&#228;hrleistung eines interdisziplin&#228;ren Ansatzes &#8211; Veranstaltungen anderer Studieng&#228;nge oder Sprachkurse gew&#228;hlt werden).</p>
<p>Das sind dann pro Fach vier bis f&#252;nf Veranstaltungen pro Semester, also sagen wir neun Veranstaltungen f&#252;r beide F&#228;cher zusammen. Das entspricht 18 Semesterwochenstunden als Minimalaufwand, mit dem man dann gerade so &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; in der Regelstudienzeit durchkommt. Realistisch sind aber wohl &#252;ber 20 Semesterwochenstunden. Dazu kommt dann noch die Vorbereitung f&#252;r die Proseminare zu Hause, die Referate, die man vorbereiten muss und nat&#252;rlich das Lernen f&#252;r die Klausuren.</p>
<p>Schon in dieser Minimalkonfiguration hat man jedoch schon so viel zu tun und vor allem auch zu lesen, dass es vielen schon nicht mehr m&#246;glich ist, weitere Veranstaltungen freiwillig zu besuchen. Vor allem wenn man, so wie ich, neben dem Studium noch auf einen Nebenjob angewiesen ist.</p>
<p>Eine Freundin, die mit mir Philosophie und daneben noch ein anderes Fach studiert, hat jedoch weit mehr Semesterwochenstunden, weil ihr zweites Fach einfach mehr Zeit beansprucht und sie dort mehr Pflichtveranstaltungen hat als in Philosophie. Zeit f&#252;r einen Nebenjob h&#228;tte sie demnach nicht mehr. Wo sollen dann noch die freiwilligen Veranstaltungen hin &#8211; die auch nicht nur besucht und wieder vergessen werden wollen, sollen sie auch wirklich etwas bringen.</p>
<h2>Bachelor Philosophie</h2>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1709" title="Philosophie an der Uni K&#246;ln auf Bachelor" src="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2010/02/philosophie-uni-koeln-bachelor.jpg" alt="Philosophie an der Uni K&#246;ln auf Bachelor" width="300" height="200" />Meiner Meinung nach ist es gerade in der Philosophie sehr wichtig, sich zumindest graduell von den eigenen Interessen leiten zu lassen, um die Motivation zu erhalten und um schlussendlich nat&#252;rlich das Studium auch mit guten Noten abschlie&#223;en zu k&#246;nnen. Das breite Themenspektrum in der Philosophie und ihren einzelnen Fachbereichen l&#228;sst sich nicht so einfach in einen festen Bachelor-Rahmen pressen und schon gar nicht in die anberaumte Studienzeit von nur drei Jahren. Eine solche Beschr&#228;nkung geht ganz klar auf die Kosten der Themenbreite und nat&#252;rlich auch auf die der Thementiefe. Als Resultat bleibt dann nur das, was keiner braucht: ein abgeschlossenes Philosophiestudium mit einer Bildung in diesem Bereich, die oberfl&#228;chlich zu nennen schon fast geschmeichelt ist.</p>
<p>Und das wissen nat&#252;rlich nicht nur die Studenten &#8211; auch den Dozenten bleibt das nicht verborgen. Hier in K&#246;ln wird deshalb &#8211; im Rahmen der regulierten M&#246;glichkeiten &#8211; versucht, gerade in der Philosophie dort Ausnahmen und Verbesserungen zu machen, wo dies m&#246;glich ist. Dass die M&#246;glichkeiten hier sehr begrenzt sind und sich h&#228;ufig nur auf den Verzicht einer Anwesenheitsliste belaufen, sollte klar sein. Trotzdem ist der Einsatz der Dozenten ihnen nat&#252;rlich hoch anzurechnen. Das Studienklima wird so zumindest etwas w&#228;rmer, macht aber den Bachelor-Studiengang auch nicht wirklich besser.</p>
<h2>Beispiel Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie</h2>
<p>Im Basismodul 4 (<em>Mensch, Erkenntnis und Sprache</em>) gibt es zwei Veranstaltungen, die <em>Erkenntnistheorie</em> und <em>Sprachphilosophie</em> zum Thema haben. Und zwar in Form <em>einer</em> Vorlesung und <em>eines</em> Proseminars. Bei beiden kann jeweils gew&#228;hlt werden, ob man nun Sprachphilosophie oder Erkenntnistheorie belegen m&#246;chte. Interessiert man sich also f&#252;r beide Themen, bleibt einem nur der Kompromiss, f&#252;r ein Thema die einf&#252;hrende Vorlesung und f&#252;r das andere das Proseminar zu w&#228;hlen. Besser w&#228;re nat&#252;rlich, f&#252;r ein Thema jeweils beide Veranstaltungen zu belegen, da diese locker aufeinander aufbauen. Und dabei ist anzumerken, dass die Erkenntnistheorie und auch die Sprachphilosophie Themen sind, die ein breites Spektrum an verschiedenen Richtungen und Positionen in sich vereinen. Wie soll man diesen sehr wichtigen Themen (die Erkenntnistheorie ist eines der <em>Hauptgebiete</em> der Philosophie) in dieser beschr&#228;nkten Zeit gerecht werden?</p>
<p>Man muss sich auch immer vor Augen halten, wie <em>kurz</em> doch ein Semester ist und wie wenig in eineinhalb Zeitstunden pro Woche vermittelt werden kann. Erkenntnistheorie schlechterdings in nur einem Semester und nur einer Veranstaltungen (in den ersten vier Semestern)? Gelinde gesagt ist das ein Witz.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p><img class="size-full wp-image-1713 alignright" title="Bachelor Studiengang Philosophie" src="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2010/02/bachelor-studiengang-philosophie.jpg" alt="Bachelor Studiengang Philosophie" width="200" height="300" />Was will ich nun mit diesem Artikel sagen? Ich will niemand dazu bringen, Philsophie nicht studieren, solange es noch den Bachelor in seiner jetzigen Form gibt. Ich will auch niemandem sein Studium schlecht machen oder dem angehenden Studenten zu sehr abschrecken. Ich will nur einmal seblst auf die Mi&#223;st&#228;nde aufmerksam machen, die mir so sehr auf die Nerven gehen. Ich will ein wenig zum Nachdenken anregen und vielleicht auch mal ein wenig mit dem Vorurteil aufr&#228;umen, Studenten seien faul und h&#228;tten eine tolle Party w&#228;hrend ihrer Studienzeit. Sicher, das war vielleicht fr&#252;her mal so und bestimmt gibt es auch heute noch gen&#252;gend Studenten, die von ihren Eltern gen&#252;gend Geld erhalten, um sich eine tolle Zeit mit einem l&#228;ngeren Studium zu machen. Doch die Studenten, die ich kenne, sind &#8211; zumindest w&#228;hrend des Semesters &#8211; alles andere als entspannte M&#252;&#223;igg&#228;nger, die von einer Party zur n&#228;chsten h&#252;pfen. Studium ist Stress, wenn man es ernst nimmt (was man sollte, wenn man sich schon dazu entschieden hat), seit es den Bachelor gibt. Die meisten Studiumsabbrecher brechen wegen der Belastung und der Anforderungen ab.</p>
<p>Um meine Entt&#228;uschung ein wenig besser zu verstehen, ist es vielleicht wichtig, einen kurzen Blick auf meinen Werdegang zu werfen. Ich habe damals Mittlere Reife gemacht, danach kam eine Ausbildung (Bauzeichner), dann der Zivildienst und dann noch eine Ausbildung (Technischer Assistent f&#252;r Informatik). Danach arbeitete ich mehrere Jahre als Webdesigner und Programmierer. In dieser ganzen Zeit habe ich mich schon immer f&#252;r Philosophie und Literatur interessiert und mein Traum war immer, das irgendwann auch mal zu studieren. Die H&#252;rde war nat&#252;rlich das Abitur. Irgendwann habe ich mich dann dazu entschlossen, das alles durch zu ziehen und das Abitur nach zu machen. Am <a title="K&#246;lnKolleg" href="http://www.koeln-kolleg.de/">K&#246;lnKolleg</a> habe ich das dann getan. Drei Jahre lang bin ich wieder zur Schule gegangen, habe Philosphie und Deutsch als LK gehabt und das ganze &#252;ber BAf&#246;G und einen Nebenjob finanziert. Und dann, als ich endlich studieren konnte, wird der Magisterstudiengang abgeschafft. Pech. Aber dennoch war ich noch motiviert. Schlie&#223;lich ist es ziemlich spannend, wenn sich ein so lang gehegter Wunsch endlich erf&#252;llt.</p>
<p>Und nein, meine Motivation ist nicht weg. Sie ist nur ein ziemlich geschm&#228;lert wegen all der Bachelor-Mi&#223;st&#228;nde. Aber die Begeisterung f&#252;r meine F&#228;cher bleibt. Und nat&#252;rlich muss die Studienzeit keine m&#246;glichst angenehme Zeit sein. Es sollte jedoch irgendwie m&#246;glich sein, ohne belastenden(!) Stress und mit genug M&#246;glichkeiten das zu studieren, was man aus Interesse studieren m&#246;chte. Und da ist einem der Bachelor definitiv im Weg.</p>
<p>Hoffen wir also, dass man zur Vernunft kommt und das System grundlegend &#252;berdenkt und dabei nicht nur auf eine kurze Ausbildungszeit achtet, die dann nat&#252;rlich auf Kosten der Qualit&#228;t des Abschlusses geht. Und das nicht nur, was die Abschlussnote, sondern auch was die Qualifikation und das Wissen betrifft.</p>
<p>Wenn es jemandem &#228;hnlich geht, Kritik zu &#228;u&#223;ern hat oder sich sonst irgendwie zu diesem Thema &#228;u&#223;ern m&#246;chte &#8211; hier ist Platz daf&#252;r. Ab in die Kommentare damit.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wozu Philosophie? (Raum &amp; Zeit)</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 17:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer sich mit Philosophie besch&#228;ftigt, oder auch Philosophie studiert (so wie ich) und in einer Diskussion mit Freunden oder Arbeitskollegen dies erw&#228;hnt, wird die eine Frage kennen, zu deren Beantwortung zun&#228;chst weiter ausgeholt werden muss: Wozu eigentlich (heute noch) Philosophie?
Wie bei jedem anderen Fachgebiet ist auch bei der Philosophie nicht jedem klar, was dieses Gebiet [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sich mit Philosophie besch&#228;ftigt, oder auch Philosophie studiert (so wie ich) und in einer Diskussion mit Freunden oder Arbeitskollegen dies erw&#228;hnt, wird die eine Frage kennen, zu deren Beantwortung zun&#228;chst weiter ausgeholt werden muss: Wozu eigentlich (heute noch) Philosophie?</strong></p>
<p>Wie bei jedem anderen Fachgebiet ist auch bei der Philosophie nicht jedem klar, was dieses Gebiet denn genau ist und was f&#252;r Ziele es verfolgt. Jedoch scheint gerade die Philosophie ein wei&#223;er Fleck auf der Landkarte der Wissenschaften zu sein. Es gibt viele Meinungen dar&#252;ber, was Philosophie sei, doch Konsens herrscht oft darin, dass sie zu nichts f&#252;hre oder schlicht nicht mehr zeitgem&#228;&#223; sei. So stellt sich der Sachverhalt zumindest mir dar, wenn ich mich an so manches Gespr&#228;ch mit Freunden und Kollegen denke. Schlechtderings wird die Philosophie eher in Richtung Esoterik geschoben und ihr die Zugeh&#246;rigkeit zu den (Geistes-)Wissenschaften aberkannt.</p>
<p><span id="more-941"></span></p>
<p>Als ich in der Schule den Philosophie-LK gew&#228;hlt habe (das ist bei mir noch nicht so lange her, da ich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg im Alter von 30 Jahren nachgeholt habe), mussten die Teilnehmer des Kurses ihre Motivation zur LK-Kurswahl angeben. Die Unterschiedlichsten Gr&#252;nde waren zu h&#246;ren, doch der wahre Grund wurde unter den Mitsch&#252;lern nur getuschelt: Philosophie sei ein &#8220;Laber-Fach&#8221;, bei dem man mit etwas Darum-Herum-Reden und ohne viel Arbeit schon eine gute Note bekommen w&#252;rde. So etwas wie ein Pendant zum Religionsunterricht. Doch schon nach wenigen Tagen <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles" title="Wikipedia: Aristoteles" onclick="javascript: pageTracker._trackPageview ('/ausgehend/wikipedia_de');">Aristoteles</a></em> war diese Idee ausgetr&#228;umt und so mancher plagte sich mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles#Sprache.2C_Logik_und_Wissen" title="Wikipedia: Aristoteles - Logik" onclick="javascript: pageTracker._trackPageview ('/ausgehend/wikipedia_de');">Aristotelischen Logik</a> und der Logik in der Philosophie &#252;berhaupt. Und nicht zuletzt auch mit der Wissenschaftlichkeit, mit der die Texte bearbeitet werden mussten.</p>
<h4>Die Philosophie im Laufe der Zeit</h4>
<div class="clearfix">
<p><a href="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2009/12/Diagramm-1.png" rel="lightbox"><img src="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2009/12/Diagramm-1-th.png" alt="Diagramm 1: Entwicklung der Philosophie" title="Diagramm 1: Entwicklung der Philosophie" width="275" height="300" class="alignright size-full wp-image-944" /></a></p>
<p><strong>Stark vereinfacht ausgedr&#252;ckt</strong> waren Philosophie und Wissenschaft in der Antike untrennbar miteinander verbunden, bildeten eine Einheit. Viele Philosophen besch&#228;ftigten sich mit der Naturwissenschaft und es sind eben jene Philosophen, denen wir die Grundlagen f&#252;r die heutigen Naturwissenschaften verdanken. Nehmen wir als Beispiel den <em>Raum</em> und die <em>Zeit</em>. &#220;ber das Wesen und die Struktur von Zeit und Raum machten sich schon die Philosophen der Antike viele Gedanken. Heute dagegen werden Fragen dieser Art anscheinend ausschlie&#223;lich als der Physik angeh&#246;rig angesehen.</p>
</div>
<p>Um zu kl&#228;ren, wie es dazu kam, muss man sich die Geschichte der Philosophie weiter betrachten. Zu Zeiten, in denen das Wissen der Menschheit noch so &#252;bersichtlich war, dass es Universalgelehrte gab, die in allen Wissenschaften ersch&#246;pfend bewandert waren, war der Unterschied zwischen den Wissenschaften noch nicht so bedeutend. Mit wachsendem Wissen spezialisierten sich die Wissenschaftler auf ihre Interessensgebiete und lange Zeit war die Philosophie so etwas wie eine Metawissenschaft in dem Sinne, als dass sie alle anderen Wissenschaften ordnet und miteinander verbindet. Die Methoden der Philosophie sollten f&#252;r alle anderen Wissenschaften als Vorbild gelten.</p>
<div class="clearfix">
<p><a href="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2009/12/Diagramm-2.png" rel="lightbox"><img src="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2009/12/Diagramm-2-th.png" alt="Diagramm 2: Aufteilung der Wissenschaften" title="Diagramm 2: Aufteilung der Wissenschaften" width="275" height="300" class="alignleft size-full wp-image-948" /></a></p>
<p>Mit dem immer mehr anwachsenden Wissen bildeten sich mehr oder weniger scharf umgrenzte Spezialgebiete aus. Die Philosophie ordnet sich logischerweise in die <em>Geisteswissenschaften</em> ein und erschien nun als getrennt von allen anderen Zweigen.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es auch heute noch zahlreiche interdisziplin&#228;r forschende Wissenschaftler, die sich nicht nur auf einen Teilbereich konzentrieren, sondern andere Fachrichtungen f&#252;r komplexere Erkl&#228;rungen mit einbeziehen. So sind es auch weiterhin neben den Physikern auch Philosophen (oder auch Physiker, die auch Philosophie studiert haben und umgekehrt), die sich mit den Problemen von Raum und Zeit auseinander setzen. Nur ist dies h&#228;ufig in hochspekulativen Theorien und Bereichen der Fall, von denen Menschen, die sich nicht f&#252;r diese Bereiche interessieren, in den Medien nicht viel (oder gar nichts) erfahren.</p>
</div>
<h4>Was die Philosophie heute (unter anderem) leistet</h4>
<p>In unserem Beispiel von Raum und Zeit sind dies Bereiche wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanik" title="Wikipedia: Quantenmechanik" onclick="javascript: pageTracker._trackPageview ('/ausgehend/wikipedia_de');">Quantenmechanik</a>, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stringtheorie" title="Wikipedia: Stringtheorie" onclick="javascript: pageTracker._trackPageview ('/ausgehend/wikipedia_de');">String-</a>, oder auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M-Theorie" title="Wikipedia: M-Theorie" onclick="javascript: pageTracker._trackPageview ('/ausgehend/wikipedia_de');">M-Theorie</a>. Oft sind es Philosophen, die sich die Aufgabe stellen, hochkomplexe mathematische Theorien in ein auch f&#252;r Laien verst&#228;ndliches Kleid zu packen, also die popul&#228;rwissenschaftlichen B&#252;cher zu schreiben, die uns Physik-Laien &#252;ber den aktuellen Stand der Technik aufkl&#228;ren. Doch nicht nur diese reine Aufkl&#228;rung ist eine Aufgabe f&#252;r die Philosophie. Weit wichtiger ist hier das Vorausdenken und Diskutieren der Auswirkungen, die neue physikalische Theorien f&#252;r unser tradiertes Weltbild haben oder haben werden. Was bedeuten die neuen Sichtweisen auf Zeit und Raum f&#252;r uns und unser Bild von dem, was wir als Realit&#228;t akzeptiert haben? Unter anderem hat hier die Philosophie nat&#252;rlich auch heute noch ihre Existenzberechtigung und braucht sich nicht im Schatten der anderen Wissenschaften zu verstecken, die eine solche Beurteilung der Konsquenzen f&#252;r unser t&#228;gliches Leben und unseres moralischen Empfindens nicht leisten k&#246;nnen. Denn auch die Ethik ist ein weites Feld der Philosophie, das gerade in unserer Zeit des immer schneller werdenden technisches Fortschritts. Jeder Fortschritt, jede neue Technik bedarf einer Bewertung im ethischen Sinne. Und hier ist die Philosophie noch immer federf&#252;hrend.</p>
<h4>Ein Fazit</h4>
<p>Die Philosophie ist also nicht die bequeme Wissenschaft, die sich selbst tot redet und sich nur um sich selbst dreht. Sie ist auch eine exakte Wissenschaft und ein Werkzeug zur ethsich-moralischen Bewertung der anderen Wissenschaften und ihrer selbst. Es w&#228;re nat&#252;rlich zu w&#252;nschen, dass es wieder vermehrt Kontakte zwischen den Wissenschaften gibt, denn meiner Meinung nach ist ein interdisziplin&#228;rer Ansatz auf l&#228;ngere Sicht fruchtbarer als das M&#228;andern in abgekapselten Fachbereichen. Gl&#252;cklicherweise l&#228;sst sich heute wieder eine Entwicklung hin zum Austausch der Wissenschaften erkennen. Und vielleicht erlangt ja auch die Philosophie irgendwann wieder den Ruf zur&#252;ck, den sie einmal hatte und vielleicht wird man auch bald als Philosophie-Stundent nicht mehr nur als eine Vorstufe des Taxifahrers angesehen.</p>
<h4>Was dieser Artikel nicht leistet und ein Ausblick</h4>
<p>Da ich mich hier aus aktuellem Anlass und Interesse mit dem Bereich der Physik besch&#228;ftigt habe, fehlen diesem Artikel nat&#252;rlich viele Aspekte der Philosophie. So werden beispielsweise heute auch Philosophische Praxen er&#246;ffnet, die Rat in ethischen Fragen bieten. Dies sei aber nur am Rande erw&#228;hnt.</p>
<p>Ich habe mich so sehr auf den Raum und die Zeit konzentriert, da dies das Gebiet ist, das mich momentan am meisten interessiert. Wenn es meine Zeit erlaubt, wird es hier auch bald mehr Artikel zu diesem Thema geben.</p>
<p>Fragen, Anmerkungen und Kritik zu diesem Artikel nehme ich &#252;ber die Kommentare gern entgegen.</p>


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		<title>Paralleluniversen und Doppelg&#228;nger</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 15:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>
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		<description><![CDATA[In letzter Zeit h&#228;ufen sich ja &#196;u&#223;erungen und Publikationen von Wissenschaftlern, die einen &#8211; gelinde gesagt &#8211; doch etwas staunen lassen. Da lesen wir von der Zukunft, die Maschinen im Jetzt sabotieren k&#246;nnte (LHC), von Dimensionstoren (die f&#252;r Bruchteile von Sekunden ge&#246;ffnet werden &#8211; auch im LHC-Kontext), von Sitzungen zur Exopolitik und eben auch mal [...]


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<li><a href='http://holonblog.geheimorden.de/2008/04/28/die-simulation/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Simulation'>Die Simulation</a></li>
<li><a href='http://holonblog.geheimorden.de/2008/02/29/immer-diese-quanten/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Immer diese Quanten'>Immer diese Quanten</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit h&#228;ufen sich ja &#196;u&#223;erungen und Publikationen von Wissenschaftlern, die einen &#8211; gelinde gesagt &#8211; doch etwas staunen lassen. Da lesen wir von der Zukunft, die Maschinen im Jetzt sabotieren k&#246;nnte (<a href="http://arxiv.org/find/hep-ph/1/au:+Nielsen_H/0/1/0/all/0/1" title="Holger Bech Nielsen und Masao Ninomiya auf arxiv.org">LHC</a>), von Dimensionstoren (die f&#252;r Bruchteile von Sekunden ge&#246;ffnet werden &#8211; auch im LHC-Kontext), von Sitzungen zur Exopolitik und eben auch mal wieder von Paralleluniversen. Sehr sch&#246;n erkl&#228;rt und mit dem Problem des Doppelg&#228;ngers in Verbindung gebracht wird das in einem <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31501/1.html" title="Telepolis: Was Doppelg&#228;nger denken">Artikel auf Telepolis</a>.</p>
<p>Paralleluniversen sind unterschiedliche Universen, die alle zur selben Zeit existieren. Alle Paralleluniversen zusammen bezeichnet man als das <em>Multiversum</em>. Einige Wissenschaftler gehen nun davon aus, dass es auch Paralleluniversen gibt, die eine Kopie unseres Universums sind. Dabei gibt es exakte Kopien und Kopien, die abweichen. In einer Kopie bleiben wir beispielsweise sitzen und trinken einen weiteren Kaffee, w&#228;hrend wir in einem anderen aufstehen, oder einen Herzinfarkt bekommen. Und ja, richtig gelesen: nach dieser Theorie haben wir in Paralleluniversen <em>Doppelg&#228;nger</em>. Die Doppelg&#228;nger-Theorie wird dabei durch die Wahrscheinlichkeitstheorie gest&#252;tzt.</p>
<p><span id="more-577"></span></p>
<p>Das Multiversum wird dabei als so riesig betrachtet, dass alles, was eine Wahrscheinlichkeit gr&#246;&#223;er als Null hat, auch irgendwo passiert. Hierzu wird ein altes Gedankenexperiment zur Veranschaulichung bem&#252;ht, das ich schon immer sehr interessant finde: das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Infinite-Monkey-Theorem" title="Wikipedia: Infinite-Monkey-Theorem">Infinite-Monkey-Theorem</a>. Man stelle sich einen Affen vor, der f&#252;r unendliche Zeiten vor einer Schreibmaschine sitzt und tippt. Er tippt dabei v&#246;llig willk&#252;rlich. Die Wahrscheinlichkeitstheorie besagt nun, dass er irgendwann in dieser unendlich langen Zeit auch alle existierenden B&#252;cher geschrieben haben wird. Und zwar Wort f&#252;r Wort. Die Wahrscheinlichkeit ist nat&#252;rlich gering &#8211; aber nicht gleich Null. Eine weitere Variante, die ich einmal geh&#246;rt habe besagt, dass er auch irgendwann die Lebensgeschichte jedes Menschen geschrieben haben wird. Eine gruselige Vorstellung.</p>
<p>Aber zur&#252;ck zu den Paralleluniversen. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo Kopien unserer Welt existieren ist nicht gleich Null, da die Verteilungsm&#246;glichkeit der Atome im Universum &#228;hnlich endlich ist, wie die der Buchstaben und Zeichen in einem Buch. Eine unendliche (oder sehr sehr gro&#223;e) Anzahl an Paralleluniversen spielt also &#8211; wie der tippende Affe &#8211; alle (oder sehr sehr viele) Kombinationen der Atome durch und damit ist die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung gegeben.</p>
<p>Das Problem, das sich nun auftut, ist das Doppelg&#228;nger-Problem. Ich habe nach der Theorie also irgendwo einen (oder mehrere oder unendlich viele) Doppelg&#228;nger; eine exakte Kopie von mir. Denken diese Doppelg&#228;nger genauso wie ich? F&#252;hlen sie wie ich? K&#246;nnte ein Doppelg&#228;nger von mir in mein Universum gelangen, w&#252;rden meine Freunde merken, dass nicht ich es bin, der vor ihnen steht, sondern &bdquo;nur&ldquo; eine Kopie? Und gibt es ein &bdquo;richtiges&ldquo; Ich, w&#228;hrend alle anderen eben nur die Kopien sind und es ihnen &#8211; gegen&#252;ber dem Original &#8211; an irgendetwas mangelt?</p>
<p>Dieses Problem ist nat&#252;rlich auch f&#252;r Philosophen interessant &#8211; genauso wie auch f&#252;r Theologen. Nicht auszudenken, was die m&#246;gliche Existenz von Doppelg&#228;ngern f&#252;r die Religionen und f&#252;r die Theorie der Existenz einer Seele bedeutet. Geht man von einem rein materialistischen Ansatz aus (wie beispielsweise <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Dennett" title="Wikipedia: Daniel Dennett">Daniel Dennett</a>), so w&#228;ren die Doppelg&#228;nger tats&#228;chlich ununterscheidbar. Geht man dagegen davon aus, dass das subjektive Erleben nicht nur auf den materiellen Zustand zur&#252;ckzuf&#252;hren ist (wie etwa <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Chalmers" title="Wikipedia: David Chalmers">David Chalmers</a>), so ist es durchaus m&#246;glich, dass die Doppelg&#228;nger unterschiedlich sind. In letzterem Ansatz ist es nat&#252;rlich auch denkbar, dass es &bdquo;falsche&ldquo; Kopien gibt, denen es an etwas mangelt, das eben das Original aufweist. Was ist er nun, dieser Doppelg&#228;nger? Eine zombieartige Kreatur, die das Pech hatte, nicht im richtigen Universum geboren zu sein? Oder eben doch eine je eigenst&#228;ndige Person, die eine eigene Geschichte und Vergangenheit hat und die mir eben nur dann genau gleicht, wenn sie auch meine Vergangenheit teilt und keine anderen Entscheidungen getroffen hat? Hier sind wir in einem Bereich der puren Spekulation, da die Wahrscheinlichkeit, einen Doppelg&#228;nger zu treffen, aufgrund der gro&#223;en Entfernungen zwischen Paralleluniversen (10 hoch 10 hoch 29 Metern; gesch&#228;tzt von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Max_Tegmark" title="Wikipedia: Max Tegmark">Max Tegmark</a>) reichlich gering ist. Geht man allerdings wieder vom Gedankenexperiment des tippenden Affens aus, m&#252;sste es eigentlich ein Paralleluniversum wo genau das passiert: das Treffen von Doppelg&#228;ngern.</p>
<div class="clearfix"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492053327?ie=UTF8&#038;tag=holo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3492053327"><img border="0" src="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2009/11/51Ub0-skzHL._SL110_.jpg" class="alignright" /></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=holo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3492053327" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
<p>F&#252;r mehr Information zu diesem sehr interessanten Thema empfehle ich den oben genannten <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31501/1.html" title="Telepolis: Was Doppelg&#228;nger denken">Artikel auf Telepolis</a>, der wiederum ein Auszug aus dem Buch &bdquo;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492053327?ie=UTF8&#038;tag=holo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3492053327">Die verr&#252;ckte Welt der Paralleluniversen</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=holo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3492053327" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />&ldquo; von Tobias H&#252;rter und Max Rauner ist.</p>
</div>
<p>&#220;ber das Problem des Ich und der Unverwechselbarkeit des Menschen ist gerade auch ein interessanter und lesenswerter <a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/06/Titel-LT" title="Zeit.de: Die Biologie der Seele">Artikel auf Zeit.de</a> erschienen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vampire statt Philosophie</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 21:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Um Wartezeit zu &#252;berbr&#252;cken, habe ich heute &#8211; wider besseren Wissens &#8211; mal wieder die Thalia-Buchhandlung in den K&#246;ln-Arcaden besucht. Nat&#252;rlich habe ich nichts erwartet, denn erstens finde ich Thalia als Buchhandlung nicht so toll und zweitens ist die Filialie in den K&#246;ln-Arcaden doch recht klein.
Beim Umrunden der Regale entdeckte ich &#8211; Twilight sei&#8217;s &#8222;gedankt&#8220; [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2009/11/vampirephilosophie.jpg" alt="Vampire vs. Philosophie" title="Vampire vs. Philosophie" width="292" height="200" class="alignright size-full wp-image-470" />Um Wartezeit zu &#252;berbr&#252;cken, habe ich heute &#8211; wider besseren Wissens &#8211; mal wieder die Thalia-Buchhandlung in den K&#246;ln-Arcaden besucht. Nat&#252;rlich habe ich nichts erwartet, denn erstens finde ich Thalia als Buchhandlung nicht so toll und zweitens ist die Filialie in den K&#246;ln-Arcaden doch recht klein.</p>
<p>Beim Umrunden der Regale entdeckte ich &#8211; Twilight sei&#8217;s &bdquo;gedankt&ldquo; &#8211; doch tats&#228;chlich ein eigenes Regal mit der &#220;berschrift &bdquo;Vampire&ldquo;! In diesem Regal fand ich auch einen K&#246;lner Vampirroman: &bdquo;Der Vampir von Melaten&ldquo;. Ich musste schon ein wenig lachen&#8230; Dann wollte ich noch &#8211; zur weiteren Belustigung &#8211; das fr&#252;her schon recht schmal gewesene Philosophie-Regal (das zudem noch zur H&#228;lfte mit Lebenshilfe-B&#252;chern vollgestellt war) aufsuchen. An seinem alten Platz war es nicht mehr &#8211; und auch sonst in der ganzen Buchhandlung nicht mehr zu finden. Sollte das Vampirregal das Philosophieregal verdr&#228;ngt haben?</p>
<p>Zwei weitere Funst&#252;cke <small>(diesmal teilweise auch positiv)</small>:</p>
<ul>
<li>das <a href="http://www.amazon.de/Tod-Bunny-Munro-Nick-Cave/dp/3462041290/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1257454494&#038;sr=8-1" title="Amazon: Nick Cave - Der Tod des Bunny Munro">neue Buch</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Cave" title="Wikipedia: Nick Cave">Nick Cave</a> ist da und wird auch direkt als <a href="http://www.amazon.de/Tod-Bunny-Munro-Nick-Cave/dp/3867175187/ref=sr_1_3?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1257454577&#038;sr=1-3" title="Amazon: Nick Cave H&#246;rbuch">H&#246;rbuch</a> angeboten</li>
<li>wieder Vampire: unter dem Titel &bdquo;<a href="http://www.amazon.de/Dracula-Die-Wiederkehr-Dacre-Stoker/dp/3802582209/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1257454836&#038;sr=1-1" title="Wikipedia: Dracula - Die Wiederkehr">Dracula &#8211; Die Wiederkehr</a>&ldquo; hat Dacre Stoker, der Urgro&#223;neffe von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bram_Stoker" title="Wikipedia: Bram Stoker">Bram Stoker</a>, die &bdquo;offizielle Fortsetzung&ldquo; von Dracula ver&#246;ffentlicht (keine Ahnung, was davon zu halten ist)</li>
</ul>
<p>Damit aber keine Ger&#252;chte aufkommen: ich mag Vampire!</p>


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		<title>Philosophie:Kunst</title>
		<link>http://holonblog.geheimorden.de/2009/10/28/philosophie-kunst/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 15:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Unter dem Titel Philosophie:Kunst findet von Oktober 2009 bis Juli 2011 eine Veranstaltungsreihe statt, die von der Kulturstiftung des Bundes organisiert wird. Die Projektleitung hat dabei neben Prof. Dr. Jakob Steinbrenner auch Prof. Dr. Julian Nida-R&#252;melin inne.


Hier ein Zitat der Projekt-Homepage:
Ziel des Projekts ist es, aktuelle Fragen der Kunst in einer m&#246;glichst klaren und verst&#228;ndlichen [...]


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<li><a href='http://holonblog.geheimorden.de/2010/02/04/bachelor-ungeeignet-fuer-philosophie/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Bachelor ungeeignet f&#252;r Philosophie'>Bachelor ungeeignet f&#252;r Philosophie</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="clearfix">
<p><img src="http://holonblog.geheimorden.de/wp-content/uploads/2009/10/ProfDrNidaRuemelin.jpg" alt="Prof. Dr. Nida-R&#252;melin" title="Prof. Dr. Nida-R&#252;melin" width="200" height="159" class="alignright size-full wp-image-421" />Unter dem Titel <a href="http://www.philosophie-kunst.de/" title="Philosophie:Kunst">Philosophie:Kunst</a> findet von Oktober 2009 bis Juli 2011 eine Veranstaltungsreihe statt, die von der <a href="http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/index.jsp" title="Kulturstiftung des Bundes">Kulturstiftung des Bundes</a> organisiert wird. Die Projektleitung hat dabei neben Prof. Dr. Jakob Steinbrenner auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Nida-R%C3%BCmelin" title="Wikipedia: Julian Nida-R&#252;melin">Prof. Dr. Julian Nida-R&#252;melin</a> inne.</p>
</div>
<p><span id="more-417"></span></p>
<p>Hier ein Zitat der <a href="" title="">Projekt-Homepage</a>:</p>
<blockquote><p>Ziel des Projekts ist es, aktuelle Fragen der Kunst in einer m&#246;glichst klaren und verst&#228;ndlichen Sprache zu er&#246;rtern. Dabei sollen die Methoden und Begriffe der analytischen Philosophie, international eine der bedeutsamsten Str&#246;mungen der zeitgen&#246;ssischen Philosophie, fruchtbar gemacht werden. Es besteht in Deutschland eine merkw&#252;rdige Asymmetrie insofern, als diese Richtung der Philosophie, die in fast allen Forschungsfeldern dominiert, im hiesigen kunsttheoretischen Diskurs kaum rezipiert wird, obwohl analytische Methoden die M&#246;glichkeit bieten, die einem breiteren kunstinteressierten Publikum oft schwer zug&#228;ngliche zeitgen&#246;ssische Kunst verst&#228;ndlich zu machen.</p></blockquote>
<p>Zielpublikum soll dabei keineswegs nur der geneigte Philosoph sein, sondern gerade die breite kunstinteressierte &#214;ffentlichkeit.</p>
<p>Die Veranstaltung findet nacheinander in mehreren St&#228;dten zu verschiedenen Themen statt:</p>
<ul>
<li><strong>Oktober 2009 &#8211; Februar 2010:</strong> Neues Museum N&#252;rnberg, Thema: <em>Design</em></li>
<li><strong>M&#228;rz 2010:</strong> Sprengel Museum Hannover, Thema: <em>Architektur</em></li>
<li><strong>Juni 2010:</strong> Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg, Thema: <em>Original und F&#228;lschung</em></li>
<li><strong>Januar 2011:</strong> Museum Villa Stuck M&#252;nchen, Thema: <em>Kunstvermittlung</em></li>
<li><strong>Juli 2011:</strong> Kunstmuseum Bonn, Thema: <em>Fotografie</em></li>
</ul>
<p>Ein genaueres Programm mit den Terminen zu einzelnen Vortr&#228;gen gibt es <a href="http://www.philosophie-kunst.de/index.php?id=8" title="Philosophie:Kunst - Programm">hier</a>.</p>


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<li><a href='http://holonblog.geheimorden.de/2008/08/14/ja-doch/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ja, doch&#8230;'>Ja, doch&#8230;</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Essay zu G. Boehm</title>
		<link>http://holonblog.geheimorden.de/2009/01/21/essay-zu-g-boehm/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 10:20:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;r ein Seminar musste ich ein Essay schreiben &#8211; eine Begriffsanalyse des Begriffs &#8216;Spiel&#8217; im folgenden Zitat: &#8220;Ein Kunstwerk ist ein freies Spiel mit unterschiedlichen Bestimmungen&#8221; (nach Gottfried Boehm).
Gottfried Boehn, Kunsthistoriker und Philosoph, definierte ein Kunstwerk als &#8220;ein freies Spiel mit unterschiedlichen Bestimmungen&#8221;. Interessant in dieser Definition ist vor allem der Begriff &#8216;Spiel&#8217;, der hier [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r ein Seminar musste ich ein Essay schreiben &#8211; eine Begriffsanalyse des Begriffs &#8216;Spiel&#8217; im folgenden Zitat: &#8220;Ein Kunstwerk ist ein freies Spiel mit unterschiedlichen Bestimmungen&#8221; (nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Boehm" title="Wikipedia: Gottfried Boehm">Gottfried Boehm</a>).</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Boehm" title="Wikipedia: Gottfried Boehm">Gottfried Boehn</a>, Kunsthistoriker und Philosoph, definierte ein Kunstwerk als &#8220;ein freies Spiel mit unterschiedlichen Bestimmungen&#8221;. Interessant in dieser Definition ist vor allem der Begriff &#8216;Spiel&#8217;, der hier n&#228;her analysiert werden soll. Dabei folgt die Analyse allerdings keinem etymologischen Vorgehen, sondern einem assoziativen und subjektiven Gedankengang.</p>
<p><span id="more-151"></span></p>
<p>Denken wir an das Spielen, denken wir auch unwillk&#252;rlich an Kinder. Kinder, die unbek&#252;mmert und mit ungeteilter Aufmerksamkeit ihrem Spiel nachgehen, eigene Regeln erfinden und ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Das Spiel ist also eng mit Phantasie verbunden, ist vielleicht sogar ein Inbegriff der Phantasie. Ein Spiel ohne Phantasie kann es nicht geben. Weiter k&#246;nnen wir beobachten, dass ein Spiel immer seinen eigenen (oft auch sehr strengen) Regeln folgt, w&#228;hrend es jedoch Regeln unserer Alltagswelt, der Welt der Erwachsenen, durchaus brechen und verletzen darf und vielleicht auch soll. Insofern ist ein Spiel ein Ausbruch aus den engen Grenzen der Realit&#228;t, es bricht gen&#252;sslich mit den Limitationen der Alltagskonvention und lebt durch seine spielerischen Regeln, die es selbst definiert hat. Die einzige Instanz, die dieses Spiel kontrollieren darf ist also das Spiel und dessen Teilnehmer selbst.</p>
<p>Ein Spiel ist aber auch immer ein Ausprobieren. Ein So-tun-als-wenn. Der erwachsen gewordene und strengeren (wissenschaftlicheren) Regeln unterworfene Bruder des Spiels ist also – wenn man so will – das Gedankenexperiment. Genau wie das Gedankenexperiment will auch das Spiel in gewisser Weise schon Existierendes nachahmen und es dann innerhalb seiner Grenzen und Regeln transformieren und erweitern. Im Spiel wird so aus Vertrautem etwas Neues, Spannenderes, etwas, das es vorher so noch nicht gab. Dabei folgt das Spiel als phantasievolle Besch&#228;ftigung mit dem, was Objekt des Spiels ist, nicht unbedingt und vielleicht nur unbewusst einem bestimmten Zweck. Es ist also Selbstzweck: das Spiel wird um des Spielens willen gespielt.</p>
<p>F&#252;r Kinder hat das Spiel jedoch auch das – wohl nicht bewusst wahrgenommene – Ziel, etwas zu lernen. Etwas zu lernen &#252;ber das Funktionieren unserer Gesellschaft und unserer Wirklichkeit. Also ist das Spielen immer auch eng mit dem Lernen verbunden. Im Spiel wird leicht und mit Spa&#223; und Phantasie etwas &#252;ber den Menschen und die Welt in dem er lebt gelernt, das ohne das Spiel vielleicht nur &#252;ber kompliziertere Umwege erkannt werden kann. Das Spiel hat also auch Anteil am Erkennen und Entdecken von Wahrheiten.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus ist ein Spiel auch Interaktion zwischen den Spielenden. Die Spielenden handeln nach den Regeln des Spiels miteinander. Dabei ist alles erlaubt, was das Spiel erlaubt – und das Spiel erlaubt, was die Spielenden einvernehmlich in den Regeln festgelegt haben. Gehen wir noch einen Schritt weiter und f&#252;gen Beobachter hinzu, die keine aktive Rolle im Spiel einnehmen. Zuschauer also, wie zum Beispiel bei einem Theaterst&#252;ck, das ja zuweilen auch Spiel genannt wird. Hier kann das Spiel auch die Zuschauer mit einbeziehen, oder sich auf sie beziehen. So wird das Spiel zu einem Schauspiel f&#252;r die Beobachter. Das Spiel will dann die Zuschauer unterhalten, ihnen die ihm innewohnende Welt und deren Regeln n&#228;her bringen und alles zeigen, was in dieser Welt unter den neuen Regeln m&#246;glich ist. Oder es will die Zuschauer schockieren, verst&#246;ren, zum Nachdenken bewegen. Das Spiel kann also auch als Metapher gesehen werden. Als Allegorie auf die &#8211; oder einen Teil der &#8211; realen Welt.</p>
<p>Wenn wir oben gesagtes zusammenfassen, ist ein Spiel also ein phantasievolles Ausloten von M&#246;glichkeiten, ein Ausprobieren einer anderen Welt, etwas, das durch ungewohnte Kombination von Vorhandenem Neues erschafft und neue Erkenntnise &#252;ber unsere Welt erleichtert und manchmal auch erst erm&#246;glicht.</p>
<p>In seinem Zitat erweitert Boehm das Spiel noch zu einem freien Spiel. Hier betont Boehm also den Aspekt der Phantasie im Spiel noch mehr und lockert die Z&#252;gel der Spielregeln weiter, als dies ohnehin schon der Fall ist.</p>
<p>Im Sinne Boehms ist ein Kunstwerk also eine phantasievolle Besch&#228;ftigung, die unterschiedliche Bestimmungen neu kombiniert, reorganisiert und neuen, erweiterten Regeln unterwirft. Ein Kunstwerk als Spiel schafft durch Transformation von Vertrautem Neues, &#220;berraschendes und konfrontiert seinen Betrachter mit neuen Sichtweisen auf die Welt und mit ungewohnten Ansichten und erweckt so neue Assoziationen. Im Sinne dieser Ausf&#252;hrungen verhilft ein Kunstwerk als Spiel zu neuen Erkenntnissen, unterh&#228;lt den Betrachter und bringt ihn mit seinem Ausloten von Darstellungsm&#246;glichkeiten der Kunst zum Nachdenken und zu neuen An- und Einsichten. Ebenso wie ein Spiel kann ein Kunstwerk seinen Betrachter schockieren, verunsichern, verst&#246;ren, zum Lachen oder zum Weinen bringen. Ein Kunstwerk ist aber auch und vor allem Phantasie und ein Experiment, das unsere Welt (oder einen Teil davon) widerspiegelt. Dabei h&#228;ngt es von den Spielregeln und den Spielern ab, wie fremd und verzerrt oder naturgetreu und real, sch&#246;n oder vermeintlich h&#228;sslich das Kunstwerk auf den Betrachter wirkt. Was f&#252;r das Spiel gilt, gilt ebenso f&#252;r das Kunstwerk: alles ist erlaubt, was die Kunst erlaubt. Und die Kunst erlaubt, was sie innerhalb ihrer Regeln selbst als erlaubt definiert.</p>
<p>Universit&#228;t zu K&#246;ln, Philosophisches Seminar, Marcus Kober</p>


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		<title>Posthumanismus</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 13:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich interessiere mich zur Zeit f&#252;r das Thema Posthumanismus, bzw. Transhumanismus. Habe ein paar Texte von Nick Bostrom (Wikipedia-Artikel) gelesen und f&#252;r interessant befunden. Da ich plane, in n&#228;chster Zeit einen oder mehrere Artikel zu diesem Thema hier zu ver&#246;ffentlichen, wollte ich zun&#228;chst fragen, ob jemand unter meinen verbliebenen geneigten Lesern und Leserinnen vielleicht schon [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich interessiere mich zur Zeit f&#252;r das Thema <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Posthumanismus" title="Wikipedia: Posthumanismus">Posthumanismus</a>, bzw. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transhumanismus" title="Wikipedia: Transhumanismus">Transhumanismus</a>. Habe ein paar Texte von <a href="http://www.nickbostrom.com/" title="Homepage: Nick Bostrom">Nick Bostrom</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Bostrom" title="Wikipedia: Nick Bostrom">Wikipedia-Artikel</a>) gelesen und f&#252;r interessant befunden. Da ich plane, in n&#228;chster Zeit einen oder mehrere Artikel zu diesem Thema hier zu ver&#246;ffentlichen, wollte ich zun&#228;chst fragen, ob jemand unter meinen verbliebenen geneigten Lesern und Leserinnen vielleicht schon mehr dar&#252;ber gelesen hat und mir ein paar Lesetipps geben kann?</p>


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		<title>Zeitreisen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 21:26:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als gro&#223;er H&#246;rspielfan habe ich mir den ersten Teil (nennt sich Part 1, ist aber eigentlich der zweite Teil, da es noch Part 0 gibt) eines neuen H&#246;rspiels von Maritim namens Danger besorgt. Von Maritim sind &#252;brigens die Sherlock-Holmes-H&#246;rspiele sehr zu empfehlen. Dies aber nur am Rande.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Als gro&#223;er H&#246;rspielfan habe ich mir den ersten Teil (nennt sich Part 1, ist aber eigentlich der zweite Teil, da es noch Part 0 gibt) eines neuen H&#246;rspiels von <a href="http://www.maritim-produktionen.de/" title="Maritim">Maritim</a> namens <a href="http://www.amazon.de/Danger-Part-1-Andreas-Masuth/dp/B000E1Z1WM/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=music&#038;qid=1229720382&#038;sr=8-1" title="Amazon: Danger Part 1: Exit US">Danger</a> besorgt. Von Maritim sind &#252;brigens die Sherlock-Holmes-H&#246;rspiele sehr zu empfehlen. Dies aber nur am Rande.</p>
<p>Kommen wir zu Danger &#8211; Part 1: Exit US. Der Inhalt ist schnell umrissen: eine in Deutschland ans&#228;ssige amerikanische Firma namens Exit US bietet f&#252;r im wahrsten Sinne des Wortes Lebensm&#252;de (Menschen, die sich umbringen wollen) ein tolles Programm an &#8211; die Kunden der Firma k&#246;nnen sich eine Katastrophe aus der Vergangenheit aus einem Katalog ausw&#228;hlen (Untergang der Titanic, Vulkanausbr&#252;che, der gro&#223;e Brand von London, etc.) und werden dann mit einer Zeitmaschine in die gew&#252;nschte Katastrophe geschickt, wo sie dann gut unterhalten und adrenalingeschw&#228;ngert ableben k&#246;nnen.<br />Die Ziele zweier Kunden werden dann aus versehen vertauscht &#8211; Kunde A wollte zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_gro%C3%9Fe_Brand_von_London" title="Wikipedia: Der gro&#223;e Brand von London">gro&#223;en Brand von London</a>, w&#228;hrend Kunde B den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Overlord" title="Wikipedia: Operation Overlord">Sturm auf die Normandie</a> nicht &#252;berleben wollte. Der Kunde, der f&#228;lschlicherweise mit einer Soldatenuniform aus dem Zweiten Weltkrieg im London von 1666 landet, verliebt sich schlie&#223;lich dort und k&#228;mpft um sein &#220;berleben.</p>
<p>Um den Inhalt soll es hier jedoch gar nicht so sehr gehen und auch eine Kritik an diesem soliden und durchaus recht gut gemachten H&#246;rspiel beabsichtige ich nicht. Vielmehr geht es mir um einen Denkfehler, der sich da meines Erachtens bei der Konzeption der Geschichte eingeschlichen hat. Nehmen wir als Beispiel das Szenario des Sturms auf die Normandie: hier kann man sich in eines der ersten Boote schicken lassen, dessen Insassen allesamt unter Garantie nicht &#252;berleben. Der Kunde bekommt von der Firma eine passende Uniform und ein Gewehr (das nicht geladen ist, damit er nicht jemanden t&#246;tet, was ja den Lauf der Geschichte &#228;ndern w&#252;rde) und wird dann so geschickt im Schlachtget&#252;mmel auf das Boot gebeamt, dass das pl&#246;tzliche Erscheinen den anderen Insassen nicht auff&#228;llt. So weit, so gut. Nun ist es so, dass es bei dieser Firma einen Katalog gibt, aus dem man sich die gew&#252;nschte Katastrophe aussuchen kann. Es kann also durchaus sein, dass pro Woche zwei oder drei Kunden die Normandie als Ziel w&#228;hlen. Im Monat also etwa zehn bis zw&#246;lf. Im Jahr vielleicht um die hundert.</p>
<p>Halten wir einen Moment inne. Und rufen wir uns ins Ged&#228;chtnis &#8211; oder besser gesagt, ich betone: die Kunden werden immer in ein und dasselbe Boot geschickt &#8212; zum exaten selben Zeitpunkt. Wo liegt der Denkfehler?</p>
<p>Meines Erachtens kann ein Szenario wie das des Bootes vor der Normandie nur einmal an einen Kunden verkauft werden &#8211; sonst w&#252;rde das Boot irgendwann von Kunden nur so &#252;berf&#252;llt sein. Auch bei einem Vulkanausbruch w&#252;rden sich nach einigen Monaten T&#228;tigkeit der Firma viele viele Kunden am Fu&#223;e des Vulkans tummeln. Dort w&#252;rde das vielleicht nicht so auffallen, aber wenn auf der Titanic auf dem Unterdeck von einer Sekunde auf die andere pl&#246;tzlich f&#252;nfzig Leute auftauchen, dann w&#228;re das wohl doch etwas seltsam.</p>
<p>Im Grunde kann also gesagt werden, dass bestimmt fast alle Katastrophen nur einmal (oder zumindest nur wenige Male) verkauft werden k&#246;nnen &#8211; je nachdem, wie gro&#223; das Areal der Katastrophe ist. Die Firma w&#252;rde also schon nach relativ kurzer Zeit leere Kataloge haben und schlie&#223;en m&#252;ssen.</p>
<p>Eine sch&#246;ne Idee ist es allerdings schon irgendwie. Diese dekadente Art des Selbstmords. Allein praktikabel (auch wenn man die technischen und physikalischen M&#246;glichkeiten zu Zeitreisen voraussetzt) w&#228;re sie zumindest im gro&#223;en Rahmen nicht.</p>


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		<title>sicht.felder</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 20:08:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Durch eine Email von der Uni bin ich auf eine interdisziplin&#228;re studentische Zeitschrift namens sicht.felder gesto&#223;en. Sie erscheint zweimal im Jahr und kostet 3,50 Euro pro Ausgabe. F&#252;r 160 Seiten nicht schlecht. Sollte es eine Antwort auf meine vor einiger Zeit gestelle Frage sein?
Sehr gut gefallen mir dabei der interdisziplin&#228;re Ansatz und die Auswahl der [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch eine Email von der Uni bin ich auf eine interdisziplin&#228;re studentische Zeitschrift namens <a href="http://www.sichtfelder.de/" title="sicht.felder">sicht.felder</a> gesto&#223;en. Sie erscheint zweimal im Jahr und kostet 3,50 Euro pro Ausgabe. F&#252;r 160 Seiten nicht schlecht. Sollte es eine Antwort auf meine vor einiger Zeit gestelle <a href="http://holonblog.geheimorden.de/2008/01/28/magazin-zeitschrift/" title="HolonBlog: Magazin? Zeitschrift?">Frage</a> sein?</p>
<p>Sehr gut gefallen mir dabei der interdisziplin&#228;re Ansatz und die Auswahl der Themen. F&#252;r den geneigten und schon im Voraus neugierigen Leser gibt es das <a href="http://www.sichtfelder.de/files/sf-Inhaltsverzeichnis_0108.pdf" title="sicht.felder: Inhaltsverzeichnis">Inhaltsverzeichnis der ersten Ausgabe zum Download</a>. &#220;ber die <a href="http://www.sichtfelder.de/" title="sicht.felder">Homepage</a> kann das Heft bestellt werden. In K&#246;ln findet es sich auch in der fantastischen <a href="http://www.buchhandlung-walther-koenig.de/" title="Buchhandlung K&#246;nig">Buchhandlung K&#246;nig</a> &#8211; so spart man sich das Porto.</p>
<p>Lesen!</p>


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		<title>Kritikon ist online!</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 21:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kober</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor langer Zeit habe ich schon davon berichtet und nun ist kritikon.de verf&#252;gbar. Und dies schon seit 01.11.2008, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Es war ja lange Zeit sehr ruhig hier.
Kritikon ist ein Online-Rezensionsjournal der Philosophie und dort werden Buchneuerscheinungen kritisch besprochen. Die Seite gestaltet sich sehr &#252;bersichtlich und die Rezensionen sind umfangreich [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor langer Zeit habe ich schon davon <a href="http://holonblog.geheimorden.de/2008/04/29/kritikon/" title="HolonBlog: Kritikon">berichtet</a> und nun ist <a href="http://www.kritikon.de/" title="Kritikon">kritikon.de</a> verf&#252;gbar. Und dies schon seit 01.11.2008, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Es war ja lange Zeit sehr ruhig hier.</p>
<p><a href="http://www.kritikon.de/" title="Kritikon">Kritikon</a> ist ein Online-Rezensionsjournal der Philosophie und dort werden Buchneuerscheinungen kritisch besprochen. Die Seite gestaltet sich sehr &#252;bersichtlich und die Rezensionen sind umfangreich und fundiert.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ein sehr hilfreiches Werkzeug, um &#252;ber Neuerscheinungen informiert zu bleiben und eine M&#246;glichkeit der Vorabsondierung neuer Werke. Vorbeischauen!</p>


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